Die Ausbildung zum Krankenpfleger oder zur Krankenpflegerin hat Zukunft. Fachkräfte im pflegerischen Bereich werden gesucht wie nie. Doch für viele junge Menschen stellt diese abgeschlossene Ausbildung noch lange nicht das Ende ihrer beruflichen Karriere dar. Sie haben Interesse an einer Spezialisierung, um in einem bestimmten Bereich zum Experten zu werden.

Und auch für diese Ambitionen gibt es vielfältige Möglichkeiten. Eine von ihnen ist die Weiterbildung zum Fachkrankenpfleger für Hygiene. In diesem speziellen Bereich steht der Einsatz gegen Viren und Bakterien an erster Stelle.

Fachkrankenpfleger für Hygiene sorgen für die Einhaltung hygienischer Standards

Wer die Fortbildung zum Fachkrankenpfleger für Hygiene hinter sich hat, kümmert sich fortan weniger um das persönliche Wohl einzelner Patienten, sondern hat vielmehr Statistiken im Blick. Das Überwachen von Infektionsstatistiken sowie das Schulen anderer Krankenhaus-Mitarbeiter steht jetzt im Fokus der Tätigkeit. Die Fortbildung zum Fachkrankenpfleger für Hygiene ist vor allem für gelerntes Pflegepersonal interessant. Diese Fachkräfte haben durch ihre vorgehende pflegerische Tätigkeit einen tiefen Einblick in die Bedürfnisse der Patienten, aber auch in die Abläufe eines Krankenhauses erhalten können. Mit diesem Fachwissen im Hinterkopf lassen sich hygienische Statistiken und Abläufe wesentlich besser nachvollziehen.

Die Fortbildung zum Fachkrankenpfleger als Karriere-Sprungbrett

Die Fortbildung zum Fachkrankenpfleger für Hygiene ist nicht die einzige, die einen Karrieresprung im pflegerischen Sektor verheißt. Eine weitere interessante und spannende Zusatz Ausbildung ist die zum Praxisanleiter in Pflege. Wer diese Fortbildung absolviert hat, ist für das Betreuen von Pflege-Azubis zuständig. Die jungen Berufseinsteiger haben in diesem Fachkrankenpfleger einen Mentor, der sie motiviert und unterstützt.

Der Praxisanleiter oder die Praxisanleiterin in Pflege formuliert überdies die Zeugnisse der Azubis und nimmt deren Prüfungen ab. Das ist eine große Verantwortung und eine spannende Herausforderung zugleich. Wer diesen Werdegang in der Pflege beschritten hat, ist durchaus auch in der Lage, eine Stellvertretung für eine Stationsleitung verlässlich zu übernehmen.

Fachkrankenpfleger haben viele Möglichkeiten

Wer besonders ehrgeizig seine pflegerische Karriere verfolgt, kann zum Beispiel im Anschluss an die Fortbildung zum Praxisanleiter in Pflege noch die Weiterbildung zur Fachkraft in Hygiene für Pflege anschließen. Der Bedarf an Hygienefachkräften ist hoch, sodass die Weiterbildung mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer anspruchsvolleren Position im Krankenhaus führt. Die Weiterbildung teilt sich in 18 verschiedene Blockunterrichte ein und zieht sich über zwei Jahre hinweg.

Wichtig zu wissen: Die Unterrichtseinheiten sind so aufgeteilt, dass sie berufsbegleitend absolviert werden können. Ein größerer finanzieller Einschnitt ist daher für diesen Zeitraum nicht zu befürchten. Absolventen haben im Anschluss eine anspruchsvolle und wichtige Tätigkeit: Sie verhindern und bekämpfen Infektionskrankheiten in Krankenhäusern – eine immens wichtige Aufgabe. Weiterhin sind Fachkräfte in Hygiene für Pflege damit betraut, Patienten, Angehörige und Mitarbeiter zu den wichtigen Hygieneaspekten zu beraten.

Geschwächte Patienten vor Viren und Bakterien schützen

Fachkrankenpfleger für Hygiene haben stets ein Auge auf die hygienischen Standards in allen Bereich des Krankenhauses. Das ist besonders wichtig, weil Patienten bereits körperlich geschwächt und damit anfällig für Bakterien und Viren sind. Hierfür gehen die Fachkrankenpfleger persönlich auf jede einzelne Station und kontrollieren alle Hygieneeinrichtungen direkt. Hierzu gehören zum Beispiel funktionsfähige Desinfektionseinrichtungen. Weiterhin werden Reinigungskräfte ebenso wie der ärztliche Dienst in Sachen Hygiene beraten. Treten spezielle Infektionskrankheiten auf, obliegt dem Fachkrankenpfleger für Hygiene das Überwachen des Ausbruchsmanagements: Viren und Bakterien dürfen sich in diesem Fall nicht weiter ausbreiten. Weiterhin muss alle zwei Jahre der individuelle Hygieneplan eines Krankenhauses überarbeitet werden – diese ist Auflage des Gesetzes für Infektionsschutz.

Ein großer Bonus liegt in der Fortbildung zur Fachkraft für Hygiene aber in der Familienfreundlichkeit. Fernab von Schichtdienste sowie Bereitschaftsdiensten, die der „normale“ Pflegealltag verlangt, sind nun geregelte Arbeitszeiten möglich. Neben dem Fachpfleger für Hygiene gibt es noch weitere spannende und zukunftsträchtige Fortbildungen.

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Artikel: career-people.de – Bild: Adobe Stock, freepeoplea